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Warum es sich lohnt Klavier zu lernen

Wenn du einer herausfordernden Tätigkeit wie dem Klavierspielen nach gehst, dann willst du verständlicherweise auch wissen, wofür das alles eigentlich gut ist. Deswegen zeige ich in diesem Beitrag ganz kurz, warum es sich (immer!) lohnt Klavier zu lernen.

Eine Kunst für sich…

Da ist zunächst einmal der sehr naheliegende Grund, dass du dann eben Klavierspielen kannst. Aha. Aber das beantwortet irgendwie die Frage nicht, oder? Nein, tut es nicht. Kommt gleich!

Klavierspielen ist eine Kunst für sich, könnte man sagen, und da diesem Statement wohl 100% der Weltbevölkerung zustimmen, wird auch etwas dran sein. Es geht also um den Begriff der Kunst, der immer so ein bisschen hölzern und wenig greifbar klingt. Und dennoch – sobald du anfängst, Klavier zu spielen, bist du genau das: Ein Künstler. Es ist dabei egal, ob du nur 3 Noten spielen kannst oder 3.000 in einer schnellen Abfolge. Du fängst an, spielst ein paar Noten, spielst sie laut oder leise, spielst sie schnell oder langsam – kurzum: Du machst Musik und bist somit sofort Mitglied der ‘musikalischen Gesellschaft’. Du bist den wundervollen Schritt vom passiven Hörer zum aktiven Macher gegangen, und das alleine lohnt sich schon mal auf jeden Fall!

Klavier spielen tut dir gut

Aber da ist mehr: Du trainierst dein Gehör, deine Geduld, und lernst, dich besser zu konzentrieren. Und: Klavierspielen macht nicht nur nachweislich klüger – es macht dich auch gesünder, denn alles, was den Kopf kreativ beschäftigt, vertreibt automatisch graue Gedanken und Stress, und insofern ist Klavierspielen auch eine Therapie in jeder Hinsicht. Und was für eine!

Mehr Selbstbewusstsein

Klavierspielen ist auch super fürs Selbstbewusstsein. Ganz ehrlich – Musiker werden immer bewundert. Sie erscheinen uns als etwas Besonderes, und aus meiner Sicht sind sie das auch. Du hast die Seiten gewechselt und bist als aktiver Klavierspieler und Künstler jetzt in der Lage, hinter die Kulissen der Musik zu schauen. Du kannst jetzt den Schleier der Kunstform Musik lüften, und es gibt keine Geheimnisse mehr für dich. Und noch dazu verstehst du nicht nur nach und nach alles, sondern du kannst die Musik auch noch selbst darbieten. Damit bist du in der Lage, deinen Mitmenschen eine große Freude machen. Du kannst dann Dinge mit deinen Händen und Fingern machen, um die dich andere sehr wahrscheinlich beneiden werden. Diese Fähigkeiten und eben vor allem dein neuer Platz im für andere unsichtbaren Universum der musikalischen Möglichkeiten, hat etwas Elitäres. Ich weiß, dass dieser Begriff nur bedingt positiv besetzt ist, aber er passt hier dennoch perfekt. Ich war noch so gut wie bei keinem Arzt, der mich nicht dafür gelobt hätte, dass ich Musiker bin. Ehrlich – ich glaube, 90% aller Ärzte finden es toll, wenn du ein Instrument spielst. Mindestens!

Jeder kann Klavier spielen. DU kannst Klavier spielen!

Du musst aber nicht studiert haben, um ein fantastischer Musiker zu sein. Im Gegenteil. Oder doch? Lass’ es mich so ausdrücken: Du studierst Musik sowieso, wenn du mit dem Klavierspielen anfängst. Wie ich das meine? Nun, aus meiner Sicht bedeutet ‘Studieren’ zunächst einmal dem Wortsinne nach überhaupt nicht das, was man normalerweise damit verbindet. Sorry, dafür kenne ich viel zu viele Beispiele von Leuten, die einfach das ‘studiert’ haben, was ihnen eben hinsichtlich ihrer späteren Berufswahl logisch und richtig erschienen ist. Also haben sie sich notgedrungen mit dem Thema nach den Regeln des Uni-Lehrplanes beschäftigt, viel auswendig gelernt und im Idealfall ihr ‘Studium’ bestanden.

Studieren? Unbedingt! Aber anders…

Für mich hingegen ist das ‘Studium’ einer Sache vor allem eine Angelegenheit der Hingabe und der Begeisterung für ein Thema, und ich kenne einfach so gut wie niemanden, der wirklich BWL supersaugut findet. Ich habe tatsächlich mal jemanden kennengelernt, der Jura wirklich absolut super fand. Er war wirklich authentisch von diesen Dingen begeistert, und das Resultat war dann auch, dass er schneller als alle anderen in seinem Jahrgang mit dem Studium fertig war und auch sofort einen super Job bekommen hatte, denn dem zukünftigen Arbeitgeber war auf den ersten Blick klar, dass er es hier mit einem wahren ‘Überzeugungstäter’ zu tun hatte.

Aber die meisten ‘Studierenden’ sind eben nicht so, und deswegen passt der Begriff aus meiner Sicht nicht. Für mich also studiert jemand, der sich intensiv und gewissermaßen liebevoll mit einem Thema beschäftigt und immer weiterkommen will. Und das ist exakt genau das, was du machst, wenn du Klavierspielen lernst. Du beschäftigst dich mit einer der schönsten Sache der Welt, die dir noch dazu so unendlich viel zurückgibt. Du lernst neue Tonfolgen und verstehst mit der Zeit, warum der Urheber des Werks, der Komponist, die Noten so angeordnet hat. Du wirst mit der Zeit immer mehr am Klavier können und immer mehr über das Klavierspiel und seine Geheimnisse wissen. Und aus meiner Sicht ist das – und nur das – wirklich studieren. Beim Klavier spielen studierst du also noch dazu im wahrsten Sinne des Wortes spielerisch.

Immer ein gutes Geschäft!

Es lohnt sich also immer, Klavier zu spielen, denn wie ich schon geschrieben habe, bekommst du immer weit mehr von der Musik und dem fantastischen Gefühl, etwas selbst spielen zu können, zurück, als du selbst in das Erlernen hineinstecken musstest. Und wenn du mehr – oder hier sogar sehr viel mehr – herausbekommst, als du investieren musstest, dann das ist das eben nicht mehr und nicht weniger als DIE Hauptdefinition von ‘lohnen’.

Viel Spaß beim Klavierspielen,

Dein Philip Edelmann

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Philip Edelmann

Ich bin Gründer und Geschäftsführer der OpenMusicSchool und unterrichte seit über 10 Jahren einfach und spielerisch Schlagzeug, Klavier, Keyboard, Gitarre und Bass mit Online Video Kursen.

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