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5 häufige Fehler beim Klavier spielen

1. Das richtige Stück wählen

Das falsche Lernniveau, das falsche Stück. Nichts ist frustrierender, als wenn du unbedingt ein Stück lernen willst, aber du kommst nicht weiter, weil es technisch noch zu anspruchsvoll ist. Bei der OpenMusicSchool kann dir das nicht passieren, weil du bei uns immer genau sehen kannst, um welchen Schwierigkeitsgrad es geht. Wenn du übrigens so einen Fall mal hast und dir ein Stück auf der Plattform der OpenMusicSchool fehlt, dann schreibe uns oder rufe uns gerne an, und wir sehen, wie schnell wir es nachliefern können. Die richtige Wahl der ersten Stücke und ihres passenden Schwierigkeitsgrades ist also entscheidend dafür, ob du täglich Freude am Klavierspielen hast oder nicht. Wir nehmen dich in diesem Punkt gerne an die Hand und zeigen dir den besten Weg, damit du möglichst einfach und barrierefrei das Klavierspielen lernst.

2. Immer mit der Ruhe…

Ungeduld. Wenn du gerade erst mit dem Klavierspielen angefangen hast, dann betrittst du sofort eine ganz und gar neue Welt. Denn nicht nur zauberst du von jetzt an mit deinen Händen Musik in den Raum, sondern deine Hände lernen auch von jetzt an jedes Mal, wenn du dich ans Klavier setzt, etwas völlig Neues in Sachen Fingerfertigkeit. Und mit ‘völlig neu’ meine ich tatsächlich ‘völlig neu’. Du musst dir vorstellen, wie es ist, wenn ein Kind zum ersten Mal mit Messer und Gabel zu essen lernt. Oder wenn du zum ersten Mal Auto fährst. Oder zum ersten Mal versuchst, eine Schraube in eine Wand zu kriegen, die das Bild auch wirklich hält und die Wand ansonsten an ihrem Platz stehen lässt. 🔨😉 Deine Hände und Finger lernen also von der ersten Sekunde an ganz neue Dinge. Bis das sitzt – nun – da braucht es eben seine Zeit. Aber: Du wirst immer und immer wieder so reichlich belohnt. Du wirst nämlich feststellen, dass du zu außergewöhnlichen Dingen fähig bist, dass es sich mehr als lohnen wird für dich, wenn du ein bisschen Geduld mitbringst. Geduld ist eben eine Tugend. Wenn Geduld (noch) keine Stärke von dir ist – dann machst du eben auch da einen Riesenfortschritt in deinen Fähigkeiten.

3. Keinen Bock heute!

Lustlosigkeit. Du stresst dich, weil du manchmal keine Lust zum Spielen hast? Das bringt nichts und ist der Sache auch nicht dienlich. Dein Klavier wartet immer auf dich – das ist der Vorteil an der Sache. Der Kardinalfehler ist aber, wenn Menschen irgendwann ganz mit dem Spielen aufhören, weil sie schon ‘so lange’ nichts gemacht haben. Das ist aber ein Irrweg, denn es kann eben immer mal sein, dass Lebensumstände dazu führen, dass du entweder keine Lust oder keine Zeit zum Klavierspielen hast. Mein Tipp: Lass’ dich davon nicht irritieren – das ist ganz normal. In solchen Fällen ist es entweder ratsam, eben eine Pause zu machen und dann aber irgendwann wieder mit dem Klavierspielen weiterzumachen. Oder aber du änderst deine Strategie und somit deine Ziele. Vielleicht hilft es dir in Phasen, in denen du viele andere Sache im Kopf hast, einfach nur so immer wieder mal ein paar Minuten zu spielen, ohne gleich etwas Neues lernen zu ‘müssen’. Es ist sehr entspannend und bringt dich immer wieder sofort auf andere Gedanken, selbst wenn du dich nur ab und zu ein paar Minuten ans Klavier setzt. Ich mache das übrigens ganz genauso.

4. Kein Vergleich!

Sich mit anderen vergleichen. Du vergleichst dich mit anderen und / oder bist unzufrieden mit deinen Lernfortschritten? Wozu? Und ist das nur beim Klavierspielen so – oder ganz allgemein ein Denkmuster von dir? Auf jeden Fall brauchst du dir da überhaupt keine Gedanken zu machen. Es wird immer jemanden geben, der schnellere Fortschritte macht als du. Aber es gibt mindestens genauso viele, die viel langsamer als du vorankommen. Und ein Vergleich ist auch gar nicht wichtig und auch nicht zielführend. Setze dir einfach vernünftige Ziele, mit denen du dich wohlfühlst, und dann wirst du immer zufrieden damit sein, wie DU weiterkommst. Hier kommt auch wieder das bereits erwähnte Thema der Geduld zum Tragen, denn natürlich musst du Geduld mit dir haben. Manche Passagen eines Stücks sind eben etwas kniffliger als andere, aber dafür wirst du auch reichlicher belohnt, wenn du sie dann eines Tages schaffst. Mein Tipp gerade bei schwierigeren Passagen: Spiele und trainiere sie solange, bis du feststellst, dass das Ergebnis wieder schlechter wird. Dann schlafe darüber eine Nacht, und am nächsten Tag erinnern sich deine Finger viel besser als vorher an die Figur, denn dein Gehirn arbeitet nachts, und es arbeitet vor allem auch (sehr erfolgreich!) an solchen Aspekten. Lernen im Schlaf also 😴

5. Taktlos?

Aus dem Takt kommen. Du bist unzufrieden mit deinem Taktgefühl? So etwas fällt den allermeisten Musikern überhaupt nicht in den Schoß. Es braucht Zeit, bis sich deine innere Uhr an Takte und Zählzeiten angepasst hat. Je mehr du spielst, umso schneller wird deine innere Uhr trainiert, und umso schneller bist du auch sicherer und zufriedener, was dein Timing angeht. Um noch schneller besser zu werden, nutze ein Metronom. Das ist eine prima Hilfe – wenn nicht sogar die beste Hilfe -, mit der du deine innere Uhr trainierst. Früher waren die Metronome kleine mechanische Geräte mit einer Art Pendel und einem Gegengewicht. Wenn sie von einer Seite zur anderen schwingen, machen sie immer im gewählten Tempo bzw. ‘Geschwindigkeitsbereich’ ein klackendes Geräusch, das dir einen stabilen Takt vorgibt, zu dem du dann spielen kannst. Heute sind die Metronome meistens elektronisch. Aber das Prinzip ist das gleiche: Du hörst ein regelmäßiges Geräusch, zu dessen Taktfrequenz du dann spielst. Das klingt mühsamer, als es ist, denn es ist außerordentlich spannend, wenn du immer wieder lernst und erfährst, wie genau du sein kannst, wenn du dich konzentrierst. So machst du schon sehr schnell tolle Fortschritte und wirst zukünftig sehr zufrieden mit deinem neuen Timing sein.

6. Das Gedächtnis deiner Finger

Die falschen Tasten treffen. Wenn du gerade etwas Neues lernst, dann ist dein Kopf natürlich voll und ganz damit beschäftigt, dass deine Finger die richtigen Tasten treffen. Nicht immer gelingt das sofort. Mit der Zeit spielst du die Dinge aber aus dem Fingergedächtnis, das heißt, dass du dich mit der Abfolge so gut wie gar nicht mehr bewusst beschäftigen musst, wenn du sie oft genug gespielt hast. Und Schwupps ist dein Kopf wieder frei fürs oben genannte Timing, oder deinen spielerischen Ausdruck. Das ist ganz normal so und geht mir genauso. Also stress dich nicht, wenn deine Finger mal nicht machen was du willst. Und wer weiß, vielleicht entsteht dabei eine besonders interessante Variation? ‘Falsche’ Tasten gibt es nämlich nicht. Ein selbstbewusst gespielter Fehler ist gar keiner. 😄 Um dein Fingergedächtnis anzuregen braucht es übrigens wie erwähnt stetige Wiedeholung, aber du kannst auch einfach mal die Augen schließen – du wirst staunen, wie schnell du auch ohne hinzugucken viele richtige Töne spielst.

Viel Spaß beim Klavier spielen,

Dein Philip Edelmann

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Philip Edelmann

Ich bin Gründer und Geschäftsführer der OpenMusicSchool und unterrichte seit über 10 Jahren einfach und spielerisch Schlagzeug, Klavier, Keyboard, Gitarre und Bass mit Online Video Kursen.

Kommentare

  1. Hallo Philip

    Meistens habe ich mich einfach vor das Klavier gesetzt, ohne wirklich darüber nachgedacht zu haben, woran es liegen könne, wenn man auf einmal zu wenig Motivation hat zum üben. Nach und nach hat man immer weniger Lust vor das Klavier zu sitzen bis man schließlich komplett aufhört. Vielen Dank für diese hilfreichen Tipps. Diese regen noch einmal zum Nachdenken an!

    Gruß

    Bernd

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